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TU Berlin

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AG Nie mehr lästige Hausarbeit - Roboter als Haushaltshilfe

Ich programmiere mir einen Hund! – Wie Tutorin Olga Kareva Schülerinnen für die Informatik begeistert

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Den Anfang macht ein Spielzeughund. Er hat goldbraunes Plüschfell und leuchtend rote Augen. Mechanisch läuft er vor den Schülerinnen der AG „Roboter als Haushalshilfe“ auf und ab. „Was meint ihr? Hat der Spielzeughund Sensoren?“, möchte GET-IT!-Tutorin Olga Kareva wissen. „Sensoren? Was sind denn Sensoren?“ denkt sich die ein oder andere Schülerin des Herder Gymnasiums.

Ein paar Monate später sieht die Sache schon ganz anders aus: Statt sich weiterhin mit einem Plüschhund zu beschäftigen, bauen und programmieren die Siebt-, Acht- und Neuntklässlerinnen vier Roboterhunde auf Basis des Lego Mindstorm-Systems selbst. Was Sensoren sind und dass der Plüschhund keine hat, das wissen sie inzwischen längst – Olga Kareva sei Dank.

Die Informatikstudentin, die an ihrer Abschlussarbeit schreibt, leitet seit über einem Jahr die AG, die GET-IT! an drei Berliner Gymnasien anbietet. In Kooperation mit dem DAI-Labor und unter der Leitung von Dr.- Ing. Stefan Fricke, erklärt Olga Kareva rund 12 Schülerinnen im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren die Grundzüge des Programmierens.


Wie ein Roboterhund entsteht


„Wir beginnen meist mit einfachen Sachen“, erzählt Olga. „Die Mädchen sollen zunächst verstehen, woraus sich der Roboterhund zusammensetzt, deshalb prüfen wir gemeinsam, ob alle Teile vorhanden sind.“ Aus einer großen Kiste suchen sie die einzelnen Bestandteile heraus: einen Ultraschallsensor, zwei Berührungssensoren, einen Motor und einen Mikroprozessor, drei interaktive Servomotoren mit Geh- und Fahrantrieb und einen Farbsensor. Zusammengebaut hat das Tier eine graue Schnauze, orangene Augen, abstehende Ohren sowie grau-schwarze Räder als Pfoten – und sieht tatsächlich aus wie ein Hund.

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Damit er sich auch wie einer verhält, leitet Olga die Schülerinnen der Reihe nach an. Erste kleine Programmieraufgaben stehen auf dem Lehrplan. Doch wie genau lässt sich eigentlich der Satz „Hello Word“ so programmieren, dass er im Display auf dem Rücken des Roboterhundes erscheint? Kein Problem für die Mädchen, denn Olga hat sie gut vorbereitet. Kurze Zeit später grüßt auf jedem der vier Displays die vorgegeben Zeile.

Mein Hund reagiert auf`s Klatschen – Deiner auch?

Doch das ist längst nicht alles, denn schließlich soll der Hund Aufgaben erledigen und so den Schülerinnen Arbeit abnehmen. „Unser Ziel ist es, dem Hund bestimmte Fähigkeiten beizubringen“, erklärt die GET-IT!-Tutorin. „Er soll selbständig fahren und Gegenständen ausweichen können, bestimmte Objekte finden“.

Selbst für einen Roboterhund ist das eine ganze Menge, doch die Schülerinnen tüfteln fleißig in ihren Gruppen so lange, bis alle Hunde fahren, wenn es lauter wird, zum Beispiel wenn die Schülerinnen klatschen, und sie stehen bleiben, wenn es leise ist. Für diese Stunde ist damit viel geschafft.

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„Die AG mit Olga ist wirklich super!“

Die Mädchen sind stolz auf ihre Leistung, von der sie vor ein paar Wochen noch nicht dachten, dass sie sie vollbringen könnten. Dementsprechend begeistert sind sie von der AG: „Ich habe mich privat schon ein bisschen für Computer und Programmieren interessiert und dachte, dass das bestimmt ein spannender Kurs sei. Wenn einen das Thema interessiert, ist die AG mit Olga wirklich super!“ meint Sofia aus der 8P. Ihre Mitschülerin Thaira sieht das ähnlich: „Ich dachte immer, dass Informatik blöd ist. Ich habe mich auch nie besonders für den Computer interessiert und nur Word und mein Mailprogramm benutzt. Jetzt merke ich, dass Programmieren wie Puzzeln ist. Man fügt einen Baustein an den anderen. Es macht mir Spaß und ich lerne jede Stunde etwas Neues.“

Erfolgreich bei RoboCup GERMAN OPEN

Olga Kareva freut sich über das Lob, denn sie hat viel Zeit und Mühe in die AG gesteckt – nicht umsonst, wie die erfolgreiche Teilnahme an den RoboCup GERMAN OPEN im März 2011 in Magdeburg zeigt.

Gleich zwei GET-IT! Partnerschulen haben Spitzenplätze belegt: „Ein Tag im Dschungel“– Ein Tanzstück für Roboter von der Robotik-AG der Käthe-Kollwitz-Oberschule konnte den dritten Platz erringen, das Team vom Romain Rolland Gymnasium mit "RoRoRoboter" ist auf dem 4. Platz gelandet. Damit konnten sich die Teams in ihrer Liga erfolgreich gegen insgesamt 15 Schülerteams durchsetzen. An den RoboCupJunior GERMAN OPEN 2011 haben insgesamt fast 200 Schülerteams aus 60 Standorten in ganz Deutschland teilgenommen.

Cathrin Becker

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