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TU Berlin

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Ringvorlesung "Schülerinnen-Uni" - Schuljahr 2010/11

Vom Forschungslabor in die Schule: Technik, die begeistert!

Immer wieder werfen die Zwölftklässlerinnen und Zwölftklässler neugierige Blicke auf den Tisch vor ihnen. Dort liegen sie, die Smartphones. Doch es sind nicht irgendwelche Geräte, es sind Prototypen aus dem Quality and Usability Labor an der TU Berlin – und die bekommt nicht jeder zu sehen.

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Was ist eigentlich Usability?

In ihrem Vortrag stellen Christine Kühnel und Ina Wechsung die Forschung innerhalb ihres Fachgebietes vor, erklären wie man eigentlich sein Handy versteht und wie es um die Qualität der Mensch-Computer-Kommunikation bestellt ist.

„Vielleicht fragt Ihr Euch, was Usability heißt“, beginnt Christine Kühnel, „das lässt sich am besten mit Gebrauchstauglichkeit übersetzen. Insgesamt sechs Forschungsgruppen sind in diesem Bereich bei uns aktiv“. Erforscht und getestet wird dabei eine ganze Menge. „Um herauszufinden, wie gut sich der User auf einer Internetseite zurecht findet, haben wir zum Beispiel den „Joy of use“-Button entwickelt. Mit ihm kann der Nutzer anzeigen, ob ihm die Bedienung einer Internetseite gefällt.“ Im Bereich der Sprachtechnologie befassen sich die Forscher der T-Labs mit dem System hinter einer Hotline. „An der Stimme kann man viel ablesen“, erklärt Christine Kühnel. „Ist der Kunde ein Mann oder eine Frau, ist er gut gelaunt oder sauer, jung oder alt. Das System sucht dann den richtigen Ansprechpartner.“

Im Mittelpunkt der Forschung steht immer die Benutzerin und der Benutzer verschiedener Systeme oder Dienste der Informatik und der Elektro- und Informationstechnik. Das Wissenschaftler-Team ist besonders daran interessiert herauszufinden, wie er sich verhält. Drei Ebenen sind dafür wichtig: Die erste Ebene befasst sich mit dem menschlichen Verhalten und der menschlichen Wahrnehmung, denn sie bestimmt die Interaktion. Ebene Zwei behandelt die Gestaltung der Schnittstelle zwischen Benutzer und dem verwendeten System. Zur dritten Ebene gehören die Basistechnologien, die für eine Interaktion gebraucht werden.

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Die TU-Forscherinnen machen Maschinen menschlicher

„Für Anwendungen sind besonders die akustischen, visuellen und die taktilen Interaktion, also das Tasten und Berühren wichtig“, erklärt Ina Wechsung. „Das kann sowohl die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sein oder auch zwischenmenschliche Interaktionen über ein technisches System, zum Beispiel ein Übersetzungssystem.“

„Letztendlich“, da sind sich beide Referentinnen einig, „geht es darum Maschinen menschlicher zu machen und sie immer weiter zu optimieren.“ Das weckt auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler. Nach dem Vortrag drängen sie sich um die Smartphones aus dem Labor. Mitten drin und am Thema besonders interessiert ist Tamara. Ihr Fazit fällt positiv aus: „Man konnte gar nicht anders als den Referentinnen zuhören. Es waren viele technische Dinge dabei, die ich vorher nicht kannte. Ich würde es nicht ausschließen, mich später einmal mit Technik zu befassen, denn es gibt immer mehr Technologie in unserem Alltag. Heutzutage ist der Computer für uns das Normalste. Zu verstehen wie technische Dinge funktionieren ist definitiv interessant.“

Autorin Cathrin Becker

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